Es liegt in der Natur der Dinge, dass Eltern geben und Kinder neh..... | Befree Tantra Shop

Es liegt in der Natur der Dinge, dass Eltern geben und Kinder neh.....

Es liegt in der Natur der Dinge, dass Eltern geben und Kinder nehmen. Eltern geben zunächst den Kindern das Kostbarste, nämlich das Leben. Sie geben es, wie sie selbst es einmal bekommen haben. Zudem geben sie in der Regel noch viel mehr: Sie geben den Kindern Nahrung, Kleidung, ein Zuhause, eine Schul- und Ausbildung und oft sogar noch direkt spürbare Liebe und Geborgenheit. Eltern geben meist nicht alles, was ein Kind gerne hätte oder was es zu brauchen meint. Oft erleidet ein Kind richtigen Mangel. Angesichts ihrer eigenen Verwobenheit in ein Schicksal geben Eltern jedoch das Maximale. Für die meisten Kinder ist es ausreichend, was sie bekommen haben und sie nehmen später ihr eigenes Leben in die Hand und geben es in ihren Kindern weiter. Der Fluss der Liebe zwischen Eltern und Kind geht nur in eine Richtung: Er fließt von den Eltern zu den Kindern. Ein Leben lang. Nur manchmal im Alter geben die Kinder den Eltern durch die Übernahme der Pflege ein bisschen von dem zurück, was sie einmal bekommen haben. Aber das reicht in der Regel lange nicht zu einem vollständigen Ausgleich, der auch nicht nötig ist.

Ist der Fluss der Liebe von Eltern zu Kind unterbrochen, so handelt es sich um eine Störung, die auch die spätere Beziehungsfähigkeit des Menschen nachhaltig beeinflusst. Hat ein Kind nicht genommen, was die Eltern zu geben hatten (weil es mehr oder etwas anderes haben wollte), und bleibt es deswegen unversöhnt mit seinem Leben und seinem Schicksal, so versucht es als Erwachsener im Nachhinein, den in der Kindheit erlebten Mangel zu beheben. Diese Aufgabe weist es unbewusst dem Partner zu. Unangemessen hohe Erwartungen an die Paarbeziehung werden jetzt zum Problem, denn der Partner kann das in der Kindheit entstandene Loch nicht füllen. Er ist damit schlichtweg überfordert, insbesondere auch dadurch, da ja auch in ihm ein bedürftiges „inneres Kind“ Ansprüche stellt und etwas „haben will“ vom anderen. Ein extremes Bedürfnis nach Geborgenheit und Zärtlichkeit macht den Partner leicht zur Mutter und erstickt die Liebe zwischen Mann und Frau. Kreist ein Paar immer wieder um die Hoffnung, im anderen doch noch die ungestillten Sehnsüchte der Kindheit zu befriedigen, ist die Paarbeziehung schwer belastet und für Lebensfreude ist nicht viel Platz. Beide sind auf ungute Weise noch an ihre jeweiligen Herkunftsfamilien gebunden und können sich nicht wirklich in der Gegenwart sehen und aufeinander einlassen. In meinem nächsten Post werde ich dir erklären, wie man solche ungesunden Dynamiken auflösen kann.

Kommen dir solche Dynamiken bekannt vor?

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